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Jedes Mahl ein kleines Fest

Sie fehlt mir. Wirklich! Vor etwa zwei Jahren, als sich Judith von der Arbeitsbühne unserer kleinen, feinen Agentur zurückzog um 100% Mama zu sein, dachte ich nicht dass sie hier ein so grosses Loch hinterlassen würde. Gemeinsam haben wir EINVOLL vor 6 Jahren gegründet, wir haben das Baby durch die Pionierphase und manchmal auch auftragsarme Zeiten geführt und durften aber schon bald den verdienten Erfolg miteinander teilen.

Kinder verändern viel in einem Elternleben und sind eine ständige Herausforderung sich den eigenen Sichtweisen immer wieder neu zu stellen. Am Ende ist nichts mehr wie es am Anfang schien. Und das ist auch gut so. Nach Judiths Rückzug ins Privatleben dauerte es eine Weile bis ich EINVOLL wieder neu ausgerichtet hatte. Nachträglich betrachtet war es das Beste was mir passieren konnte. Am Anfang noch ziellos, ist es heute gelungen das Agenturprofil so zu schärfen dass ich mir das erste Mal in meinem Arbeitsleben keine Sorgen mehr über die Zukunft machen muss. Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an alle unsere mitlesenden Auftraggeber.

Meine Frau ist, im Gegensatz zu mir, mit Urvertrauen gerüstet und macht sich über die Zukunft nicht allzusehr den Kopf. Sie hat ein veritables Lebensmotto, sie folgt einfach ihrer Leidenschaft. Und die ist das Kochen, oder besser gesagt: der Genuss. Als wir uns Nov 2001 kennen lernten, war Sie Organisatorin und gute Seele fremder Ideen, heute betritt Sie Ihre eigene Bühne und möchte für und mit Menschen kochen, Feste organisieren und all ihre Erfahrungen weitergeben. Und mir wurde die Ehre zu Teil ein Kommunikationskonzept für sie zu entwickeln. Aus Judith Holzer wurde:

Schriftzug

Titi Laflora ist einer der unzähliges Kosenamen die mir in der ersten Zeit unserer Verleibtheit in den Sinn kamen. Er ist ihr über die Jahre geblieben und steht ihr heute besser denn je. Von Beginn des Designprozesses an, vor etwa einem Jahr, war klar dass wir diesen Namen verwenden wollen. Auch die Wahl des Schriftzug war ein Entwurf der ersten Stunde, da konnte auch langwieriges Herumfeilen daran nichts ändern. Die Hilfe unseres Haus- und Hoftypografen brachte uns wieder auf den richtigen Weg.

Tradition, Individualität und Leichtigkeit

Diese drei Werte sollte das Design transportieren. Aber nicht im engen Korsett eines klassischen Corporate Designs sondern in einer leichtfüssigen Bildsprache die sich individuell adaptierbaren lässt. Nach dem Namen und dem Schriftzug entwickelten wir gemeinsam mit Jan Maan die Bildmarke, ein Portrait Judiths im Retrolook. Daraus leiteten wir weitere Designmodule und das Farbklima für die Bildsprache ab.

visitenkarte

Im Zuge der Strukturierung der Website entwickelte sich der Leitspruch »Jedes Mahl ein kleines Fest« und ein detailverliebtes Wording von der Angebotspalette bis zur Emailadresse. Das Design für die Website war dann allerdings ein echt harter Knochen. Erst in der fünften Entwurfsphase hatte ich eine Basis auf der ich dann gemeinsam mit Judith die Feinheiten entwickeln konnte. Manche Designelemente entwickelten sich erst während der liebe Moritz die Website programmierte. Seit ein paar Tagen ist sie nun online, wird aber in der nächsten Zeit noch kräftig weiterentwickelt. Für die Zukunft haben wir auch einen Videocast geplant.

Und hier gehts zur Website: www.titilaflora.net »

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5 Comments

  • Haus- und Hoftypograf on Apr. 06, 2008 Reply

    Hey super! Der erste Blogeintrag (zumindest seit langem) über eine Arbeit! Ist schön, dass du hier im Blog ein bisschen über die Hintergründe erzählst. Ich finde auch, dass alles sehr fein geworden ist, vor allem das Papier der Visitenkarten fühlt sich großartig an.

  • Michael Holzer on Apr. 03, 2008 Reply

    Danke

  • Boris on Apr. 03, 2008 Reply

    Noja, man braucht sich nicht übertrieben wundern, dass man nicht sonderlich gut verstanden wird, wenn man sich den ganzen Tag Gallonen von ultrakurzen Espressi in den Schlund stülpt, nix isst und diese gesundheitliche Unvernunft ohnegleichen aufd Nacht mit 2 ½ Bouteillen Zweigelt vom Sigl Heinz aus der Wachau krönt.

    Ich glaubte einige Parallelitäten in den Vitas entdeckt zu haben – möchte jetzt aber nicht weiter stören, denn Rekonvaleszente sollten anständig ruhen, sorgfältig auf genesungsförderliche Unterwäsche achten, reichlich essen und peinlichst sauber gehalten werden.

  • Michael Holzer on Apr. 01, 2008 Reply

    @boris: Mir erschliesst sich kein Konnex, weiss jetzt aber was du die letzten Jahre getrieben hast und wünsche das Beste zur Vaterschaft.

  • Boris on Apr. 01, 2008 Reply

    D’Leut fragen uns, wesenthalben wir Sputzerl zueinander sagen.

    Noja, vielleicht lest man’s dort aus: http://nensch.de/story/2005/5/15/203650/592

    Bei genauerer Betrachtung oder wie der Mühlviertler zu sagen pflegt: Geht um nix…

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