Das Web sind wir
Mario Sixtus schreibt: […] "Es ist eine erstaunliche Volksbewegung, die sich derzeit formiert. Computer-Freaks und Netzrebellen sehen anders aus. Die neuen Web-Bewohner kommen als Siedler, nicht als Revolutionäre. Sie machen es sich gemütlich und bringen die Sitten aus der realen Welt mit. Das Netz bekommt ein Gesicht. Viele Gesichter. Wir sind das Web.
Weblogs bilden den ersten großen Siedler-Treck in die neue Netzwelt. Die kleinen Online-Journale werden mal als Tagebücher belächelt, zur Therapieform einsamer Seelenexhibitionisten oder zur publizistischen Revolution erklärt. All das ist richtig oder kann es zumindest sein – doch darauf kommt es nicht in erster Linie an.
Primär sind Weblogs (kürzer: Blogs) eine Technologie. Im Kern handelt es sich um simplifizierte Varianten großer Web- Content-Management-Systeme. Mit Blog-Software ein Journal im Web zu führen ist in etwa so einfach, wie eine E-Mail zu verschicken. Ein Blog kann ein Tagebuch sein, eine wissenschaftliche Publikation oder eine Sammlung öffentlicher Notizzettel — mal dies, mal das. Darauf kommt es an.
Rund elf Millionen Weblogs erfasst der Weblog-Suchdienst Technorati zurzeit. Die Schätzungen über die Zahl der weltweit existierenden Blogs schwanken zwischen 15 und mehr als 60 Millionen. Deutschland ist Nachzügler: Der Dienst Blogstats. de zählt etwa 60 000 deutschsprachige Blogs. Sowohl Technorati als auch Blogstats beobachten das gleiche Phänomen: Etwa alle fünf Monate verdoppeln sich die Zahlen. Und wer meint, dass er was zu sagen hat, kann mit "Podcasting" auf Basis von Blog-Technologie mittlerweile sogar Radio machen." […] weiterlesen
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